Aston Martin Lagonda Ltd. ist ein
britisches Unternehmen, das exklusive Sportwagen herstellt.
Die Firma Aston Martin wurde 1914 von Lionel Martin und Robert
Bamford gegründet. Durch den Ersten Weltkrieg und wegen fehlender
finanzieller Mittel entstanden die ersten Autos erst neun Jahre
später. Die Marke erhob den Anspruch Rennwagen für die Straße zu
bauen und beteiligte sich daher intensiv am Autorennsport. Bis zum
Vorabend des Zweiten Weltkriegs entstanden nur wenige Hundert Aston
Martins.
Im Jahr 1947 übernahm der britische Unternehmer David Brown die
Firma Aston Martin. Seine Initialen DB finden sich in den
Modellnamen bis 1972. Obwohl seine Ära von Rennsporthöhepunkten und
einer erfolgreichen Modellpolitik begleitet war, musste Brown die
Firma 1972 wegen finanzieller Probleme verkaufen.
Einige Jahre später wurde Aston Martin von Ford übernommen. Da bis
heute überwiegend in Handarbeit gefertigt wird, stellte die Firma
bis zu ihrem 90-jährigen Bestehen nur rund 16.000 Autos her. Berühmt
wurde die Sportwagenmarke aus Newport Pagnell vor allem durch die
James-Bond-Filme. Das erste Mal fuhr der Geheimagent ihrer Majestät
in Goldfinger mit einem Aston Martin, dem DB5
Unternehmensgeschichte.

Von der Gründung bis zum Zweiten Weltkrieg
Die Unternehmensgeschichte von Aston Martin beginnt 1914. Die
Gründer Lionel Martin (1878–1945) und Robert Bamford (1883–?) hatten
im Januar 1913 unter dem Namen Bamford & Martin Ltd. an der Callow
Street im Westen Londons einen kleinen Handel mit Fahrzeugen der
Marke Singer begonnen. Mit diesen Wagen nahmen die beiden auch an
verschiedenen Rennen teil, und sie hatten bald den Wunsch, bessere
und renntauglichere Fahrzeuge auf die Räder zu stellen. Nachdem
Lionel Martin auf einem Singer mit mäßigem Erfolg am Bergrennen von
Aston Hill teilgenommen hatte, entstand die Idee für den Namen:
Aston Martin.
Die junge Firma fand ein neues Domizil am Henniker Place in West
Kensington. Im März 1915 wurde der erste Aston Martin zugelassen,
ein Prototyp, der den Spitznamen „Coal Scuttle“ (Kohlenkasten)
erhielt. Ein zweiter Prototyp entstand erst Ende 1920 am kurz zuvor
bezogenen Standort in der Kensingtoner Abingdon Road. Robert Bamford
hatte die Firma zu dieser Zeit gerade verlassen, da er wenig
Interesse an der geplanten Serienfertigung von Automobilen hatte.
Seine Stelle nahm inzwischen der amerikanische Millionärssohn Graf
Louis Vorow Zborowski (1895–1924) ein, der auch so manche
Finanzspritze für das Unternehmen bereitstellte. Als Rennfahrer
verdiente Zborowski im Mai 1922 für Aston Martin die ersten
Rennmeriten, als er im Oval von Brooklands mit einem Schnitt von 122
km/h zehn Weltrekorde brach. Doch im Oktober 1924 kam der Graf beim
Großen Preis von Italien in Monza ums Leben und Lionel Martin
rutschte immer mehr in eine finanzielle Schieflage. Auch neue
Geldgeber konnten die Konkursverwaltung im Jahr 1925 nicht mehr
aufhalten. Martin verließ sein Unternehmen und starb erst 20 Jahre
später bei einem Verkehrsunfall in der Gloucester Road in Kingston.
Lord Charnwood hatte bereits mehrmals Aston Martin finanziell unter
die Arme gegriffen und übernahm jetzt das Regiment. Gemeinsam mit
Domenico Augustus Cesare Bertelli und William Somerville Renwick
begann er im Oktober 1926 an einem neuen Firmenstandort an der
Victoria Road in Feltenham, Middlesex, mit der Aston Martin Motors
Ltd. neue Modelle zu bauen. Bertelli und Renwick brachten in die
Firma einen selbst entwickelten 1,5-Liter-Motor mit vier Zylindern
ein. Lord Charnwood steuerte zumindest einen guten Namen bei. Auf
dieser Basis entstanden ab 1927 nacheinander Aston Martins unter den
Typenbezeichnungen „International“, „Le Mans“, „Mark II“ und
„Ulster“. Fortan sammelten Aston Martin-Rennfahrzeuge Siegpunkte bei
allen bekannten Autorennen, von der Tourist Trophy über die Mille
Miglia bis zu den 24-Stunden-Rennen von Le Mans und Spa.
Die Aston Martin Motors Ltd. fand Ende 1932 einen neuen Eigentümer,
Sir Arthur Sutherland, der seinen Sohn Gordon mit der
Geschäftsführung betraute. Ende 1935 hatte der 1,5-Liter-Motor
ausgedient und man begann mit der Entwicklung einer
2-Liter-Maschine. Außerdem entschied man sich ab 1936 auch
„zivilere“ Fahrzeuge zu bauen. Auf Basis des neuen Modells 15/98
entstanden offene Viersitzer, Drophead Coupés und Saloons. Der
Imagetransfer von der Rennstrecke auf die Straße gelang so
vorbildlich, dass sich schon im Mai 1935 im The Grafton Hotel an
Londons Tottenham Court Road eine kleine Fangemeinde zum ersten
automobilen Markenclub der Welt zusammenschloss: Der Aston Martin
Owners Club (AMOC) zählt heute weltweit knapp 5.000 Mitglieder.
Aus dem Rennsport zog sich Aston Martin nunmehr zurück und überließ
Privatfahrern das Feld. 1936 schied Bertelli, den man intern „Our
Bertie“ nannte, aus der Firma aus. Er hatte der frühen Rennära von
Aston Martin maßgeblich seinen Stempel aufgedrückt. Aston Martin
machte sich in den 20er- und 30er-Jahren auf den Rennstrecken der
Welt einen guten Namen und hatte trotz finanzieller Engpässe
überlebt. Doch nun wurde das letzte Kapitel vor dem Krieg
aufgeschlagen.
Mit der Entwicklung des „Atom“ wollte Aston Martin zukunftsweisende
Technik mit modernem Stromliniendesign auf die Straße bringen. Doch
als der Prototyp im Frühjahr 1939 entstand, hatte Gordon Sutherland
mit seinem Konstrukteur Claude Hill keine Zeit mehr, das Fahrzeug
zur Serienreife zu entwickeln. Von 1941 bis 1946 wurde am „Atom“
nicht mehr weitergearbeitet. Seit der Unternehmensgründung bis 1945
wurden lediglich rund 700 Fahrzeuge der Marke Aston Martin gebaut.
Im Schnitt entstand seit 1919 nur alle zwei Wochen ein neuer
„Aston“.
Die Ära David Brown
Nach dem Krieg kamen die Arbeiten am „Atom“ nicht mehr richtig in
Gang, und Aston Martin konnte sich auch nicht aus seiner anhaltenden
Finanzmisere befreien. Im Februar 1947 schlug die Stunde des David
Brown (1904–1993). Der britische Unternehmer hatte bisher unter
anderem mit dem Verkauf von Traktoren gutes Geld verdient und schon
lange einen Hang zu sportlichen Automobilen. Er kaufte für 20.000
Pfund die von Gordon Sutherland angebotene kränkelnde Aston Martin
Motors Ltd. und übernahm kurz darauf auch Lagonda. Die in Staines
nahe London ansässige Firma Lagonda konnte einen
Sechszylinder-DOHC-Motor bieten, den der damals schon „legendäre“
Walter Owen Bentley konstruiert hatte.
Der ehemalige Aston Martin-Besitzer Gordon Sutherland und
Konstrukteur Claude Hill blieben im Vorstand der Firma, und schon
1948 begann man mit der Produktion des neuen Modells 2-Litre Sports
als Drophead Coupé. Inoffiziell wird das Modell auch DB 1 genannt,
wobei DB für David Brown steht.
Auch der Rennsport wurde wieder aufgenommen. 1949 startete Aston
Martin in Le Mans und holte mit den Piloten „Jock“ St. John
Horsefall und Leslie Johnson auch gleich einen Klassensieg. Doch
Horsefall verunglückte bei einem späteren Rennen tödlich. Kurz
darauf wurde David Brown auf den begabten Mechaniker und
Rennstrategen John Wyer aufmerksam und holte ihn 1950 in seinen
Rennstall. Bis 1963 wurden die beiden zu einem überaus erfolgreichen
Duo im Rennsport.
Nun wollte sich Brown allerdings möglichst bald von dem noch aus
Vorkriegszeit stammenden Bertelli-Zweilitermotor verabschieden. Zwei
wesentliche Komponenten für ein Erfolg versprechendes neues Modell
waren bereits vorhanden: das Fahrwerk aus dem „Atom“ und der Motor
von Lagonda. Der in Grauguss gefertigte 2,6-Liter-Sechszylinder
leistete 105 PS. Im April 1950 wurde der DB 2 angekündigt. Dieses
neue Fahrzeug holte bereits im Juni, wieder einmal in Le Mans, den
Sieg in der Klasse bis 3 Liter und den fünften Platz in der
Gesamtwertung. Im Jahr darauf wiederholte der neue Leiter des Aston
Martin Werksteam, John Wyer, mit seinen Fahrern den Erfolg.
Der Österreicher Eberan von Eberhorst, der früher mit Professor
Ferdinand Porsche für die Auto Union konstruierte, brachte 1951 den
DB 3 auf die Räder. Daher finden sich bei diesem Wagen auch
Porsche-typische Konstruktionsmerkmale: Doppelrohr-Leiterrahmen,
Torsionsstabfederung und Längslenkervorderachse. Doch trotz
technischer Finessen und einer Hubraumerhöhung auf 3 Liter war dem
DB 3 kein sportlicher Erfolg beschieden. Von Eberhorst kehrte bald
nach Deutschland zurück, um seine Arbeit bei der im Westen neu
gegründeten Auto Union wieder aufzunehmen.
Aus Geldmangel dauerte es bis 1954, bis die Konstruktionstätigkeiten
am Nachfolger DB 4 begannen. Im selben Jahr bezog David Brown mit
Aston Martin einen neuen Firmensitz in Newport Pagnell, bis heute
die Heimat der Marke. Als der DB 4 im Jahr 1958 auf der London Motor
Show präsentiert wurde, besaß er elegante Linien aus dem Hause
Carrozzeria Touring und einen überarbeiteten
Sechszylinder-Aluminiummotor mit 3,7 Litern Hubraum von Tadek Marek.
In den Jahren 1954 bis 1957 waren die Rennerfolge angesichts der
scharfen Konkurrenz durch Ferrari, Mercedes, Jaguar und Maserati
ausgeblieben. Zwischen 1957 und 1959 holten Aston Martins jedoch
wieder zahlreiche Siege, unter anderem als Höhepunkt die
Markenweltmeisterschaft 1959, und festigten ein für alle Mal das
Image vom Rennwagen für die Straße.
Das nächste Modell, der DB 5, erschien im Oktober 1963 mit
Vierlitermotor und optionalem Dreistufen-Automatikgetriebe, anstatt
des serienmäßigen manuellen Fünfganggetriebes. Mit diesem Wagen
legte Aston Martin erstmals wieder den Schwerpunkt von der Rennpiste
auf die Serienproduktion. Die Nachfrage stieg, Aston Martin war
endgültig in der feinen Riege der exklusiven
Sportwagen-Serienhersteller angekommen. Die Produktion wurde
verdoppelt und eines der 1021 produzierten Exemplare festigte noch
mehr den „Ruhm der Marke“: In den James-Bond-Spielfilmen Goldfinger
von 1964 und Thunderball von 1965 war ein DB 5 der Dienstwagen von
007, von Q dezent mit Sonderausstattungen versehen. Als
Spielzeugmodell mit funktionsfähigem Schleudersitz im Maßstab 1:43
von Corgi eroberte dieser Aston Martin damals auch unzählige
Kinderzimmer.
Schon 1965 folgte der DB 6, der in der weiterentwickelten Form als
Mk II bis 1970 im Angebot blieb. Erstmals unter der Ägide von David
Brown bot man unter der Bezeichnung „Volante“ auch eine
Cabrioletversion an, immerhin mit elektrisch betätigtem Verdeck –
eine Premiere in einem europäischen Serienfahrzeug. Der DB 6
präsentierte sich auch neuerdings als echter Viersitzer.
1967 brach der DBS mit den bis dahin stark „italienisch“ geprägten
Linien: Das neue, hausintern gestaltete Design stammte von William
Towns. Doch erst 1969 war Tadek Mareks neuer 5,3-Liter-V8-Motor
fertig. Die Typenbezeichnung wurde daraufhin in DBS V8 geändert. Ab
1971 wurde die finanzielle Lage bei Aston Martin abermals prekär:
David Brown machte immer weniger Gewinne mit seinen Landmaschinen,
die bis dahin das Engagement bei Aston Martin und Lagonda gestützt
hatten. Die Aston Martin Lagonda Ltd. verursachte trotz 3,2
Millionen Pfund Umsatz jährlich ca. 1,2 Millionen Verlust. Bald
schrieb man rote Zahlen und David Brown entschied sich 1972 zum
Verkauf.
Damit endete, zumindest für die meisten Enthusiasten der Marke, die
„glanzvollste Epoche“ von Aston Martin. Die ersten 25
Nachkriegsjahre brachten der Marke große Rennerfolge und ein
erstklassiges Renommee als Sportwagenhersteller. Für nur 100 Pfund
ging die Aston Martin Lagonda Ltd. Anfang 1973 an die Company
Developments, einen Zusammenschluss von Geschäftsleuten aus
Birmingham.
Wechselvolle Jahre
David Brown blieb vorerst dem Unternehmen als Vorstandsmitglied
erhalten. Nach einem kurzen Stopp kam die Produktion nach sechs
Wochen wieder in Gang. Personal wurde abgebaut, das Kürzel DB
verschwand schnell aus den Typenbezeichnungen, und im Mai 1972
erschienen modifizierte Versionen der bestehenden Baureihen Vantage
und V8. Dem Konsortium der Birminghamer Geschäftsleute war jedoch
kein Erfolg beschieden. Am 30. Dezember 1974 wurde ein
Konkursverwalter eingesetzt, und entsprechend dem vorherrschenden
Zeitgeist verfolgten viele Zeitgenossen den Abstieg der
Edelautomobilschmiede mit Häme. Hinzu kam eine starke
Wirtschaftskrise, die England bereits das ganze Jahr über heimsuchte
und die ca. 175 Mitarbeiter von Aston Martin um ihre Arbeitsplätze
fürchten ließ.
Rettung kam in letzter Minute Mitte 1975 durch zwei Geschäftsmänner
aus Übersee: Peter Sprague, ein US-amerikanischer
Unternehmenssanierer, und George Minden, ein kanadischer
Restaurantbesitzer und Rolls-Royce-Händler, übernahmen die Führung.
Ab 1976 kamen die Geschäfte langsam wieder in Gang. Durch die
scharfen US-Abgasnormen konnten Aston Martins bereits seit einiger
Zeit nicht mehr in Nordamerika verkauft werden. Technische
Optimierungen und Änderungen an den Vergasern halfen, bessere Werte
zu erhalten, und der Export in die USA wurde wieder aufgenommen.
Trotzdem blieb das wirtschaftliche Umfeld für Luxussportwagen eher
ungünstig. Unter dem Namen Lagonda kam 1976 ein sehr modern
gezeichneter Wagen auf den Markt, diese neue, viertürige
Luxuslimousine mit der Technik der V8-Sportwagen sollte dem
Unternehmen den Weg in die Zukunft bereiten. Doch der Wagen floppte
am Markt. Sprague und Minden verließen das Unternehmen und
überließen die Führung ihren Teilhabern Victor Gauntlett und Tim
Hearley. Bis 1984 gab es nochmals eilige Besitzerwechsel, und
schließlich, 1985, hießen die Eigentümer von Aston Martin Victor
Gauntlett und Peter Livanos. Durch diese Ereignisse litt die
Fahrzeugentwicklung in Newport Pagnell. Bis Mitte der 80er-Jahre
stand immer noch lediglich der V8 in seinen Varianten Saloon
(Coupé), Volante (Cabriolet) und Vantage (Saloon mit modifizierter
Karosserie und höherer Leistung) im Angebot.
Aston Martin unter der Regie von Ford
Im Jahr 1986 zeigte sich ein Hoffnungsschimmer: John Wyer, der nach
seinem Ausscheiden bei Aston Martin den Bau des GT40 bei Ford
mitverantwortete, knüpfte Kontakte zwischen den beiden Firmen. Und
die Ford Motor Company zeigte Interesse an Aston Martin, obwohl das
Unternehmen wieder einmal ein Sanierungsfall war. Die Modellreihe V8
wurde noch einmal überarbeitet, der Motor erhielt eine neue
Einspritzung und das Interieur wurde geringfügig verändert.
Sonderausführungen des V8 Volante, der Vantage Volante mit
Vantage-typischen Kotflügelverbreiterungen und Spoilern sowie der
höheren Leistung und eine nach Prinz Charles benannte Prince of
Wales-Serie mit Vantage-Technik, aber nicht verbreiteter und
bespoilerter Ausführung und noch edlerem Interieur, leiteten die
Einstellung der V8-Serie ein.
1989 stand ein neues Modell in den Startlöchern: Mit dem Virage
startete Aston Martin in eine neue und bisher erfolgreiche Zukunft.
Er hatte eine neue Karosseriestruktur und einen überarbeiteten
V8-Motor. Auch von dieser Serie gab es ab 1992 eine Volante- und ab
1993 eine Vantage-Version. 1991 übernahm der Ford-Manager Walter
Hayes die Führung der Marke, und als David Brown anlässlich seines
89. Geburtstags am 10. Mai 1993 nach Newport Pagnell eingeladen
wurde, kam es zur Wiederauflage der berühmten Initialen: David Brown
selbst schlug vor, das neueste Modell DB7 zu nennen. Den
Serienproduktionsbeginn sollte Brown allerdings nicht mehr erleben,
denn er starb im September des selben Jahres. Der DB7 wurde der bis
dahin erfolgreichste Aston Martin mit über 6.000 gebauten
Fahrzeugen. Er war eine Weiterentwicklung eines von der Ford Motor
Company-Tochter Jaguar entwickelten Sportwagens auf der Bodengruppe
des XJ-S, der diesen ersetzen und an deren E-Type anknüpfen sollte,
aber nicht zu einem damals als für Jaguar angemessen geltenden Preis
hätte verkauft werden können. Als Aston Martin-Modell jedoch ließe
sich der Preis erzielen. Zudem war es für Ford wichtiger, bei Aston
Martin eine zweite Baureihe zu lancieren als den XJ-S bei Jaguar
abzulösen. Letzterer erfuhr stattdessen ein Facelift und wurde erst
1996 durch den XK8 ersetzt. Der Designer Ian Callum gestaltete die
vorhandene Karosseriestruktur des Prototypen so um, dass der Wagen
als Aston Martin erkennbar war. Der Motor war ein auf dem Motortyp
AJ16 von Jaguar basierender Sechszylinder-Reihenmotor mit
Eaton-Kompressor. Jaguar hatte diesen Motortyp als AJ6 bereits 1982
lanciert, und es war ein sehr bewährtes Aggregat. Er leistete im DB7
246 kW (in den Jaguar Sportlimousinen 235 kW) und blieb damit nur
knapp hinter dem V8 der doppelt so teuren Virage-Serie (257 kW).
1999 ersetze ein ursprünglich von Ford USA entwickelter, dort aber
nicht eingesetzter, V12-Motor den Sechszylinder. Der neue Motor
leistete seinerzeit 309 kW und wurde ebenfalls in den Modellen
Vanquish (2002) und DB 9 (2004) verbaut.
1996 erfuhr die Virage-Baureihe ein markantes Facelift und wirkte
ohne die Rückleuchten vom VW-Scirocco und den Frontleuchten vom Audi
200 optisch wesentlich moderner. Das äußere Erscheinungsbild
entsprach weitgehend dem der 1993 vorgestellten Vantage Version.
Fortan hieß die Baureihe wieder "V8". Sie endete 2000 mit der rund
600 PS starken Vantage Le-Mans-Edition und insgesamt 1.050
produzierten Autos.
Im Jahre 2005 wurde wiederum eine V8-Baureihe lanciert, doch
markiert diese nun das untere und nicht wie früher das obere Ende
der Modellskala. Und auch James Bond holte sich wieder einen Aston
Martin: Im Film Stirb an einem anderen Tag ('Die Another Day')
(2002) durfte er einen Vanquish fahren – von Q mit ein paar
Ford-untypischen Extras ausgestattet. Seit Juli 2000 ist der
ehemalige Porsche-Technikvorstand und jetzige Ford-Manager Dr.
Ulrich Bez Geschäftsführer des Unternehmens.
Inzwischen ist Aston Martin wieder unabhängig! Das Unternehmen wurde
von einem Konsortium unter der Führung von Dave Richards gekauft.
Ein sehr ambitionierter Aston Martin Modellbauer ist Baron Daniel
Walther aus Kaiserslautern. Aus seinen Händen stammen hochwertige,
handgearbeitete Einzelstücke und veredelte Fertigmodelle. Gerne
fertigt er in seiner Werkstatt auch Modelle nach Wunsch an. Weitere
britische Fahrzeuge wie Bentley oder Jaguar stehen ebenfalls zur
Auswahl.
Quelle: Wikipedia
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