Aston Martin DB7. The car, that saved the
marque. So wurde er benannt, der wunderschöne britische GT. Kein
Aston vor ihm war so gefragt und erfolgreich. Er ist mein
persönlicher Lieblings-Aston.
Es war mein aufwendigstes Umbauprojekt. Aus einem unscheinbaren,
billig verarbeitetem Guilloy DB7 Sechszylinder ein würdiges Modell
zu zaubern.
Zum Glück lassen sich die Modelle von Guilloy sehr leicht und sauber
zerlegen. Vier Schrauben los, ein bisschen gewackelt, und schon hat
man die Einzelteile in der Hand. Nur beim "Glas" muss man vorsichtig
sein, es neigt zum brechen. Nun noch vorsichtig die Scheinwerfer
entfernt, das Armaturenbrett mit sanfter Gewalt aus seiner
Verankerung gelöst und die Wunden vom abgerutschten Schraubendreher
versorgt, dann geht die eigentliche Arbeit los. Ich wollte bei
meinem Traumwagen nämlich nicht nur edelste Optik wie beim Original,
sondern auch die Haptik und den Duft verwirklichen. Bei eBay fand
ich dann endlich ein Sortiment bestehend aus ca. 12 Stück
Lederresten in allen erdenklichen Farben. Eine Anzeige später konnte
ich auch den passenden Lederkleber finden. Da das Leder zum
bespannen von 1:18 Sitzen und des restlichen Innenraums natürlich
viel zu dick ist, habe ich es mit Hilfe einer Glasscherbe
"abgehobelt" und mit Holzlatte und einem Gummihammer auch noch
dünner gehauen. Die Sitze des Modells lassen sich zum Glück ganz
leicht in Ober- und Unterschale trennen, was dazu führt, dass man
die Kanten des verklebten Leders im Sitz verstecken kann, und sie
dadurch völlig unsichtbar werden. Zum Schluss habe ich die Keder
noch mit schwarzem Edding nachgefahren und so eine originalgetreue
Optik geschaffen. Der Dachhimmel war schnell befestigt und die
Matten im Fuss- und Kofferraum habe ich mit den "Hobelresten" von
vorhin ausgekleidet. Das Armaturenbrett war der schwierigste Part
bei der Trimshop-Arbeit. Das Leder ist sehr flexibel und dehnbar.
Dadurch sind präzise Schnitte mit dem Skalpell erforderlich, um ein
exakt passendes Stück herauszutrennen. Nach der Beklebung der
Armaturentafel waren die Polster- und Lederarbeiten beendet, und ich
konnte mich den Außenarbeiten widmen. Die Felgen hatten ursprünglich
ein Loch in der Mitte, welches da bei der Originalfelge nichts zu
suchen hat. Also schloss ich es mit Hilfe eines runden
Aufklebepunktes, den ich in meinem Büro fand. Überlackiert,
Aston-Wings drauf, Klarlack und fertig. Ging viel besser als ich
dachte. Gleiches musste ich auch mit dem Lenkrad tun, dass jetzt
ebenfalls stolz das Aston Martin Emblem in seiner Mitte trägt.
Weiter außen. Die schlecht gedruckten Aston Logos von Guilloy habe
ich entfernt und durch bessere Decals ersetzt. Vorne und vor allem
auf dem Kofferraumdeckel, wo von Guilloy gar kein Logo drauf war.
Ich dachte ich wäre fertig, da fiel mir ein, dass mein DB7 gar keine
Gurte hatte. Also noch mal demontiert, Gurte aus Stoff geschnitten,
reingebaut, bei der Gelegenheit noch einen kleinen Pullover
gebastelt und auf die Hutablage gelegt. Fertig! Nicht ganz!
Weiterhin liegt im Kofferraum ein kleiner Lederkoffer aus dem
Sitzleder gefertigt, eine winzige Ölflasche und ich habe den
Schaltknauf sowie die Holzbeplankung in Innenraum nochmals geändert.
Der Schaltknauf hat nun die realistische Höhe, und die Holzaufkleber
die sehr pixelig waren habe ich durch fotografiertes Holz ersetzt,
welches nun auch schön glänzt. Zu guter letzt hat der Wagen noch die
deutsche Zulassung erhalten und steht seither in meiner Vitrine,
riecht und sieht gut aus, eben wie sein Vorbild!!!!!! |